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Überraschungssieg der Brümmerhoferin im Hoppegartener Sprint

Artistica erinnert sich an frühere Top-Formen

Berlin-Hoppegarten 25. Juli 2018

Riesenüberraschung am Mittwochabend auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten beim After Work-Renntag: Die von Dominik Moser für das Gestüt Brümmerhof trainierte Artistica erinnerte sich im Sparkassen Sprint-Cup – Qualifikationsrennen zum Sparkasssen Sprint-Cup (Listenrennen, 27.000 Euro, 1.000 m) nach einigen schwächeren Leistungen wieder an ihre Glanzleistungen aus der Saison 2017. Damals hatte die Areion-Tochter u.a. ein Listenrennen in Nottingham und die Silberne Peitsche in Iffezheim gewonnen.

Als 168:10-Außenseiterin stürmte die von Wladimir Panov gleich sehr offensiv gerittene vierjährige Stute ihren Gegnern davon. Der am Toto ebenfalls kaum wahrgenommene österreichische Gast Pretorian (165:10-Chance) kam zwar noch einmal gefährlich nahe, aber Artistica ließ sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, genauer gesagt die 16.000 Euro Siegbörse beim fünften Karrieretreffer für das Gestüt Brümmerhof, das auch ihr Züchter ist.

Trainer Dominik Moser zur Formsteigerung von Artistica: „Sie arbeitet stets phantastisch, ist ein super-ehrliches Pferd, aber sie fand irgendwie in diesem Jahr nie in ihre Rennen rein. Deshalb sind wir nun in der Distanz zurückgegangen, auf 1.000 Metern geht es vom Start weg zügiger zur Sache. Dieser Plan ging auf. Die Goldene Peitsche in Iffezheim ist definitiv eine Option, aber ich stimme die Aufgaben jedes Mal nach einem Rennen mit den Besitzern in Ruhe ab.“

Pretorian lief als Zweiter ausgezeichnet, schien es kurz sogar schaffen zu können. Die auf 22:10 heruntergewettete Dreijährige Albertville lief als Dritte ein gutes Rennen, kam am Ende noch einmal wieder, doch mehr war nicht mehr möglich. Ambiance war stets prominent, musste ebenso wie der zweimal hintereinander in dieser Prüfung erfolgreiche und diesmal nur fünftplatzierte Daring Match aber am Ende abreißen lassen. Die Mitfavoritin Scapina war innen bald nicht mehr zu steigern und kam nur als Letzte durchs Ziel.

Fast exakt ein Jahr lag der bislang einzige Erfolg von April Spirit zurück. Offenbar erinnerte sich der von Rüdiger Stein-Schomburg in Bargfeld bei Hamburg vorbereitete Wallach nun im einleitenden 1.400 Meter-Handicap auf der Geraden Bahn daran und behauptete sich nach einem starken Endkampf von Eduardo Pedroza als 81:10-Chance noch sicher gegen Sunnylea und Praise. Der Wechsel auf eine deutlich kürzere Distanz zahlte sich voll aus.

Grewe-Pferde stark in Form

Platzierungen en masse hatte der von Henk Grewe in Köln trainierte Moment for Life schon geboten, nun reichte es in einer 1.800 Meter-Konkurrenz endlich zum ersten Volltreffer. Jockey Lukas Delozier hatte auf der 35:10-Chance das Glück des Tüchtigen, denn er wehrte nach Zielfoto-Entscheid die nie lockerlassende Maya ab, während Waldama früh als Dritte feststand.

Einen weiteren Treffer für Henk Grewe gab es durch Rashiba (37:10) in einem Ausgleich III über die Meile. Die Freude dürfte besonders groß gewesen sein, denn die Stute, die sich mit Nachwuchschampion Robin Weber sicher vor Invincible Really und Universal Star in Szene setzte, gehört Trainergattin Natascha Grewe, die ihr Pferd höchstpersönlich zur Waage zurückführte.

Völlig verdient und absolut formgemäß – so kann man auch den ersten Karrieretreffer von Daniel Paulicks Hexi Galaxy (36:10) unter Carlos Henrique in einem Ausgleich IV über 1.800 Meter umschreiben. Dem Speed der Favoritin war schließlich auch die lange tonangebende Reine des Miracles nicht mehr gewachsen. Lady Quatz schob sich auf Platz drei.

Nach mehreren Versuchen in Auktionsrennen legte Thomas Gehrigs Mademoiselle (40:10; B. Murzabayev) nun in einem 1.600 Meter-Rennen die Maidenschaft ab. Gegen den Favoriten Portentoso und die Riesenaußenseiterin Rabina hatte die Areion-Tochter aus dem Hoppegartener Stall von Roland Dzubasz leichtes Spiel.

Die heimische Trainingszentrale gab auch in einem 2.200 Meter-Ausgleich IV den Takt vor – durch die mit starken Reserven noch leicht für Neutrainer Jan Korpas siegreiche 31:10-Favoritin Tara Mara (M. Cadeddu) vor Octavian und Nomia.

Im abschließenden Ausgleich III über 2.000 Meter bewies Andrasch Starke auf der von Peter Schiergen für das Gestüt Wittekindshof aus Köln entsandten Stute Nightdance Scala (42:10) bestes Timing, um Del Campo und Oscar in Schach zu halten.

Vorfreude auf das Grand Prix Festival Meeting

Der Renntag der Berliner Clubszene war eine rundum gelungene Veranstaltung. Nun rüstet man sich in Hoppegarten für das Grand Prix Festival Meeting am 11. und 12. August rund um den Longines – Großer Preis von Berlin (Rennen der German Racing Champions League).



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