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Realeza im BBAG Diana Trial in Mülheim mit Mini-Vorsprung

Atemberaubender Thriller am Montagabend

Mülheim 16. Juli 2018

Das erste Top-Rennen nach längerer Unterbrechung auf der Galopprennbahn in Mülheim an der Ruhr riss die Zuschauer am Montagabend von den Sitzen. Das BBAG Diana Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.000 m) wurde zu einem Hochspannungs-Thriller mit dem besten Ende für Stiftung Gestüt Fährhofs Realeza.

Die von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierte Maxios-Tochter schien als 205:10-Riesenaußenseiterin nach ständiger Führung schon von der innen auf wenig Raum enorm anpackenden Auenquellerin Viva Gloria schon gestellt worden zu sein, da entlockte Jozef Bojko Realeza nochmalige Reserven. Und genau im Ziel hatte sie genau einen Nase-Vorsprung auf die hartnäckige Konkurrentin.

Nach ihrem Erfolg im Mai in Dortmund war in Baden-Baden zunächst wenig von Realeza zu sehen gewesen, doch nun meldete sich Realeza mit einem Paukenschlag wieder zurück und ist nun wie die so unglücklich und knapp bezwungene Viva Gloria sicher eine ernsthafte Kandidatin für den Henkel – Preis der Diana am 5. August in Düsseldorf. Auch der dritte Rang war hart umkämpft, schließlich wehrte die favorisierte Französin Amaranthe die immer prominente Attention Run mit einem Kopf ab.

Trainer Andreas Wöhler, dessen andere Teilnehmerin Felora keine Rolle spielte, meinte über die Überraschungssiegerin Realeza: „Sie hatte sich bei ihrem Start in Baden-Baden wehgetan, doch war das schon nach kurzer Zeit wieder ausgestanden. Wir haben Hamburg mit ihr ausgelassen. Nach der Arbeit am Dienstag hatte Eddie Pedroza gesagt, dass er Felora reiten wollte. Von ihr war ich etwas enttäuscht. Wenn alles glatt geht, dann ist der Plan mit Realeza in den Preis der Diana zu gehen.“

Die Nummer acht ist Trumpf

Nach vier Saisontreffern 2017 verspricht auch 2018 ein Top-Jahr für Ana Bodenhagens Prefect zu werden. Denn in einem 1.200 Meter-Handicap gelang dem Hengst des Stalles Adelante schon der zweite Erfolg, wiederum in Mülheim. Champion Alexander Pietsch schaffte mit der 48:10-Chance von einem der letzten Plätze noch die Wende gegen One Too Many und Monte Cinq.

Rund läuft es weiterhin für Maxim Pecheur, der in einem 1.400 Meter-Ausgleich IV seine Jockeyship in die Waagschale warf. Innen stürmte er mit John Warrens Summer Princess (51:10) noch durch und fing die lange führende Charlie’s Dreamer locker ab. Die Außenseiterin Mississippi eroberte Platz drei.

Rennkommentator Pan Krischbin hatte das Publikum noch vorher darauf hingewiesen, dass die Programm-Nummer acht an diesem Abend Trumpf sei. Und tatsächlich setzte sich auch im 11. Lauf zur Sport-Welt-Amateur-Trophy (Ausgleich IV, 2.300 m) mit dem von Katja Gernreich für Annegret Overbeck vorbereiteten Schirkan (46:10) die „8“ durch. Lena Mattes, die ihre Führung in der Gesamtwertung ausbaute, nutzte eine Lücke an der Innenseite konsequent und fing Sly Fox sowie Red Dynamite noch ab.

Die erstmals von Trainerin Martina Grünewald verordneten Scheuklappen waren das Erfolgsrezept für Kimbarjano (89:10), der in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.000 m) mit Bauyrzhan Murzabayev stets deutlichen Vorteil besaß und gegen Culworth Boy, Virginia Girl und die Favoritin Lagoda nie in Bedrängnis geriet. Die Viererwette bezahlte 33.334:10 Euro.

Einen Husarenritt zeigte Andreas Helfenbein, der Altmeister der deutschen Jockeys auf Lady Mac Ben: Er führte unterwegs in einem Ausgleich III über 2.200 Meter mit gewaltigem Vorsprung. Der 28. Saisonsieg für den Lengericher Trainer Dr. Andreas Bolte vor Granja und Shabrice stand äußerst früh fest.

Start-Ziel war auch die Erfolgstaktik von Stephen Hellyn auf dem von Axel Kleinkorres aus Neuss entsandten Sonnensturm. Die 22:10-Chance ließ Shark Attack sowie Tanim nie an sich heran.

Ein Rennen nach dem anderen gewinnt derzeit die Mülheimer Trainerin Yasmin Allemräder. Da passte es sicherlich, dass sie sich auch den abschließenden Preis der Trainingszentrale Mülheim an der Ruhr (Ausgleich III, 1.400 m) mit Part of Ireland (34:10) sicherte. Mit Formjockey Martin Seidl schnappte er sich noch sicher den Favoriten Anno Mio sowie Jazz Bay.



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