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Klasse-Vorstellung des Langstrecklers in Berlin

Sound Check macht die Musik

Berlin-Hoppegarten 21. April 2018

Top-Start in die Saison 2018 am Samstag in Berlin-Hoppegarten: Bei toller Kulisse avancierte Gestüt Ittlingens Sound Check (36:10) aus dem Kölner Stall von Peter Schiergen mit dem achtfachen Champion-Jockey Andrasch Starke im Altano-Rennen (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.800 m) zum besten Langstreckler.

Nach einem Bilderbuch-Rennverlauf an fünfter Position des von Oriental Khan vor Capitano und Moonshiner angeführten Zwölferfeldes beorderte Starke den fünfjährigen Kando-Sohn, der hier im August Zweiter eines Listenrennens war und auch als Vierter im St. Leger in Dortmund eine gute Figur abgegeben hatte, auf der Zielgeraden an die Innenseite. Dort stürmte Sound Check mühelos in Front und den Gegnern davon. Die Entscheidung war innerhalb weniger Galoppsprünge gefallen. Adler machte noch viel Boden gut und bleibt nach einem sehr guten Ehrenplatz vorzumerken, während Moonshiner die Favoriten-Dreierwette komplettierte, in dem er ganz zuletzt noch den deutlich verbesserten Piloten Oriental Khan passierte.

Natürlich darf Sound Checks Team nun dem Comer Group International Oleander-Rennen am 20. Mai auf dieser Bahn beruhigt entgegensehen, dem „Berlin-Marathon“ der Galopper. Jockey Andrasch Starke in einem ersten Kommentar über den nun bei 13 Starts zum sechsten Mal erfolgreichen Sound Check: „Er besitzt schon viel Erfahrung, daher konnte ich ihn ganz innen positionieren. Ich hatte gedacht, er könnte diesen ersten Saisonstart noch brauchen. Wie er sich an der 400 Meter-Marke von der Konkurrenz vom Feld absetzte, war sensationell. Er ist reifer geworden und kann noch besser werden. Das Bemerkenswerte scheint mir, dass Sound Check von 2.000 bis 3.000 Meter jede Distanz bewältigt."

Besitzer Manfred Ostermann, der als Züchter des dreifachen Oleander-Siegers Altano (inzwischen zwölf Jahre alt), auch der Patron der Prüfung war, fügte an: „Wir hatten gedacht, dass Sound Check unter die ersten Drei kommen würde. Es war ein souveräner Ritt. Der Sieg geht zum einen Teil auf das Konto des Pferdes, zum Großteil aber auch auf das Konto von Andrasch Starke. Altano genießt übrigens seine Ruhezeit. Er ist jeden Tag vier bis fünf Stunden auf der Koppel und wird eine halbe bis eine Stunde täglich bewegt.“

Sprengel-Zweierwette im Ausgleich II

„Ich hätte ihn eigentlich lieber auf der Geraden Bahn gesehen, aber das Rennen ging ja über den Rundkurs“, hatte Trainer Christian Sprengel vor dem Ausgleich II über 1.400 Meter noch zugegeben. Doch der von ihm trainierte Bahnspezialist ließ sich einmal mehr in der Hauptstadt nicht beirren und schnappte sich dieses stark besetzte Handicap nach einem starken Ritt von Andrasch Starke für Besitzer Marco Klöpper zur lukrativen Quote von 81:10. Den Top-Erfolg für Christian Sprengel komplettierte die Stute Lady Doncaster als Zweite, sie hatte kurz wie die Siegerin ausgesehen und blieb knapp vor dem Piloten Vive l‘ Ami.

Starker Wöhler-Dreijähriger

Bei strahlendem Sonnenschein hatte die Hoppegartener Saisonpremiere bereits am Vormittag mit einer Dreijährigen-Prüfung über 2.000 Meter begonnen. Leider musste die Favoritin Salve Stella kurzfristig zurückgezogen werden, da sie nach einer Extrarunde vor dem Start nicht ganz in Ordnung war. Da war der Weg frei für den im Besitz des Berliner Stalles Unia stehenden Soul Unlimited (23:10, E. Pedroza).

Der von Andreas Wöhler in Spexard trainierte Rock of Gibraltar-Sohn legte Start-Ziel gegen den Ittlinger Nikkei und die spät Tritt fassende Iliada immer wieder sicher zu und empfahl sich für kommende Aufgaben. Der 24.000 Euro-BBAG-Kauf aus der Zucht des Gestüts Schlenderhan besitzt u.a. eine Derby-Nennung. Jockey Eduardo Pedroza: „Soul Unlimited lief heute zum ersten Mal über diese Strecke. Er war sehr eifrig und aufgeregt, aber ich kann mir schon vorstellen, dass wir ihn auf Derby-Kurs bringen.“

Auf der Geraden Bahn in Hoppegarten sind die äußeren Startnummern stets von Vorteil. Das bewahrheitete sich einmal mehr in einem 1.200 Meter-Handicap, als der von Marco Angermann aus Leipzig entsandte Bahnspezialist Sameer (58:10) mit Michael Cadeddu sich aus Box eins (in diesem Fall ganz außen) gegen Boy Charlton und Jet Setter sicher durchsetzte.

Nur eine halbe Stunde später wurde Marco Angermann erneut zur Siegerehrung gebeten. Im Kardinal Meisner-Erinnerungsrennen (Ausgleich III, 2.200 m) sorgte Memoria (127:10) nach einem perfekt getimeten Finish von Andreas Helfenbein für den zweiten Tagestreffer des Trainers. Hauchdünn überspurtete die Wiener Walzer-Tochter noch Turfstern und die lange führende Tresoli.

Doppel für Sarka Schütz

Beim 21. Versuch schaffte die in Hoppegarten von Sarka Schütz trainierte Dolasilla im zarten Alter von sechs Jahren endlich den Erfolg ihrer Laufbahn. Die 182:10-Außenseiterin wehrte mit der jungen Sibylle Vogt den noch höher am Toto stehenden Dantos sowie Zindai mit immer neuen Reserven ab.

Aber nach der zweieinhalbstündigen Pause, in der ein Bürgerfest gefeiert wurde und man zudem einen Blick hinter die Kulissen der Rennbahn feiern konnte, kam es für Sarka Schütz noch besser, denn sie markierte mit Blue Distant sogar einen Doppeltreffer. Ganz spät schaffte Maxim Pecheur mit dem 116:10-Außenseiter in der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 1.400 m) noch die Wende gegen den Favoriten Anno Mio. Orkanos und Footloose komplettierten die Viererwette, die 11.112:10 Euro bezahlte.

Wie eine Stute mit Zukunft holte sich mit der von Roland Dzubasz aufgebotenen Auenquellerin Gondora eine Lokalmatadorin ein stark besetztes 1.600 Meter-Rennen. Bauyrzhan Murzabayev schüttelte mit der 48:10-Chance die Favoritin Attica sowie Gokena nach frühem Vorstoß ab. 2017 hatte die Soldier Hollow-Tochter bereits Grupperennen bestritten.


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