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Souveräner Favoritensieg im Hoppegartener Sprint-Cup

Daring Match: Titelverteidigung in starker Manier

Berlin-Hoppegarten 26. Juli 2017

Pferde haben einen Biorhythmus, und Klasse setzt sich durch – damit könnte man den Ausgang des Hoppegartener Sprint-Cups (Listenrennen, 27.000 Euro, 1.000 m der Geraden Bahn) am leider ziemlich verregneten PMU-Mittwochsrenntag auf der Rennbahn vor den Toren Berlins umschreiben. Denn wie schon 2016 gab es gegen den von Jens Hirschberger für das Gestüt Auenquelle aufgebotenen 23:10-Favoriten kein Ankommen.

Nach gewohnt schnellem Antritt an zweiter, dritter Position machte sich der Call be Big-Sohn unter Alexander Pietsch schon früh von seinen Konkurrenten frei und stand locker über der Konkurrenz. Der fünfte Sieg beim 25. Start von Daring Match war mit Höchstgewicht eine beeindruckende Angelegenheit.

Noch stark verbesserte sich die dreijährige Stute Nantany, die als Zweite die gleichaltrige Alwina verdrängte, die sich ebenfalls beachtlich schlug. Die anderen Pferde kamen schon früh nicht mehr für die Entscheidung in Betracht.

Das Finale im pferdewetten.de-Match-Race-Cup am 12. August in Berlin-Hoppegarten, dem Auftakt des Grand Prix Festival-Meetings, lautet Mourtajez gegen Jackobo. Und das ist eine faustdicke Überraschung. In diesem Wettbewerb Pferd gegen Pferd behaupteten sich in beiden Halbfinal-Prüfungen über 1.200 Meter der Geraden Bahn die Außenseiter. Allerdings hätte Gamgoom seinen Lauf Start-Ziel nie verloren, wenn Francesco Ladu sich im Sattel des heißen Favoriten nicht einen klassischen Fauxpas geleistet hätte. Den scheinbar sicheren Sieg vor Augen stellte er schon deutlich vor dem Ziel seine Bemühungen ein, ließ sein Pferd austrudeln. Das nutzte Bauyrzhan Murzabayev auf dem polnischen Gast Mourtajez (27:10) eiskalt aus und überrumpelte Gamgoom regelrecht. Er war aufmerksam bis zum Schluss.

Im anderen Halbfinale lieferten sich Lord Roderick und Jackobo ein heißes Gefecht, aus dem der Titelverteidiger Jackobo aus dem Stall von Uwe Stech mit Jozef Bojko als sicherer Start-Ziel-Sieger gegen Lord Roderick durchsetzte.

Weiterer Fixpunkt des Programms war der 3. Vorlauf der Hoppegartener Sprint-Serie 2017 (Ausgleich II, 1.200 m), ebenfalls auf der Geraden Bahn. Hier blieb der Sieg „im Lande“, denn der mächtig verbesserte Wallach aus der Zucht des Gestüts Auenquelle wird vor Ort von Roland Dzubasz trainiert. Nach dem etwas unglücklichen Start in Hamburg war es der zweite Saisontreffer für den Fünfjährigen und der ebensovielte Tagescoup für Jockey Michael Cadeddu, der einen knappen Vorteil gegenüber El Zagal, Universal Star und Mister Onyx verteidigte.

Im einleitenden Ausgleich III über 2.000 Meter schaffte der von Dominik Moser in Hannover trainierte Angel Moon (51:10) einen leichten Start-Ziel-Ziel, der auch von einer guten Einteilung durch Wladimir Panov profierte und die Angriffe von Silicon Valley ins Leere laufen ließ. Der heiße Favorit Loulou’s Jackpot wurde viel zu weit aus der Reserve geritten, da war nur noch Platz drei möglich.

Mit einer Sensation endete die 1.600 Meter-Prüfung für Dreijährige, denn der von Frank Fuhrmann aufgebotene Filimon hatte bisher bei sieben Starts noch nicht eine Platzierung geschafft. Doch nach perfekter Einteilung von Erhan Yavuz rettete sich der 239:10-Außenseiter knapp vor der stark debütierenden Edith nach Hause. Der stark gewettete Novize Solomeo musste kurz die Spur wechseln und hatte als Dritter noch keine Siegmöglichkeit.

Eine weitere Durststrecke ging in der Wettchance des Tages zu Ende, denn der von Lutz Pyritz in Dresden vorbereitete King’s Soldier war bei zuvor elf Starts noch sieglos gewesen. Das änderte sich nun in diesem 1.800 Meter-Handicap, in dem der 108:10-Außenseiter unter Marc Lerner sogar spazieren ging. Königin Callme steigerte sich noch auf den zweiten Platz vor Limari und Mandelsamen. Die Viererwette bezahlte 50.000:10 Euro. Vier Gewinner bekommen jeweils 2.500 Euro.

Aber für Trainer Lutz Pyritz kam es noch besser, denn auch der 1.600 Meter-Ausgleich III wanderte auf das Konto des Dresdener Coaches. Derby-Siegjockey Maxim Pecheur wartete auf dem schon neunjährigen Wallach High Energy (175:10), der nach anderthalbjähriger Pause erst einen Konditionsstart absolviert hatte, lange auf die entscheidende Attacke. Mit tollem Speed stürmte dieses Gespann noch an Antares und See Dex vorbei, womit drei Außenseiter vorne waren.

Ganz heiß her ging es in einem 1.400 Meter-Ausgleich IV, den mit hauchdünnem Vorteil der von Marco Angermann in Leipzig trainierte Sameer (59:10, M. Cadeddu) gegen Dashings Diamond sowie Amazing Run für sich entschied.

Auch im abschließenden höchstdotierten Araberrennen Deutschlands triumphierte mit dem Holländer Le Jason (L. Bekaert, 123.10) ein großer Außenseiter, doch ließ sich der Hengst in diesem 20.000er über 2.200 Meter von den Polen Adash und Arash nie beeindrucken.


 

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