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Marunas in St. Moritz ehrenvoller Zweiter

Schweizer Triumph durch Fabrino

St. Moritz 22. Februar 2015

Jedes Jahr ist die Schneekulisse einmalig, die Stimmung großartig und der Jubel für den Gewinner des Großen Preis von St. Moritz gewaltig. Auch die 76. Entscheidung des mit einer Dotierung von 111.111 Franken wertvollsten Rennens der Schweiz machte darin keine Ausnahme. Doch der anschließende Beifall für den Gewinner, der nahm diesmal ungekannte Phonstärken an, hatte doch der siebenjährige Hengst Fabrino soeben für einen Schweizer Truimph im über 2.000 Meter führenden Gübelin Grand Prix gesorgt. Der quasi Lokalmatador ließ den aus Deutschland angereisten Favoriten Marunas mit nicht weniger als acht Längen Vorsprung und in einer Zeit von 2.18,35 Minuten einfach stehen. Platz drei besetzte der Engländer Al Destoor, während die deutsche Stute Money Time als Vierte ins Ziel kam.

Der eidgenössische Kantersieg zeichnete sich bereits vor Erreichen der Geraden ab, als der hierzulande insbesondere dank einiger Gastspiele in Baden-Baden gut bekannte Olivier Placier im Sattel von Fabrino eine frühe Entscheidung suchte und sich mit enormen Schwung in Richtung Ziel aufmachte und dabei gleich zig Längen zwischen sich und den Rest des Feldes legte, aus dem kein einziger Gegner in der Lage war, diesen Vorstoß zu kontern.

Letztendlich auch nicht der von Dennis Schiergen gerittene Marunas im Besitz von Eckhard Sauren, der sich angesichts der Umstände aber noch sehr ehrenhaft schlug und Platz zwei sicher vor dem britischen Außenseiter Al Destoor verteidigte. Anderthalb Längen hinter ihm sicherte sich Darius Racings Stute Money Time noch Rang vier.

Nie etwas mit dem Ende zu tun hatten die beiden weiteren deutschen Gäste, King’s Hall und Aegaeus. Beide gingen lediglich im Hinterfeld über die Linie. Auch für Vorjahressieger Future Security und den als zweiter Favorit ins Rennen gegangenen Cap Sizun gab es wenig zu bestellen.

Was bei Letzterem umso mehr überraschte, als Cap Sizun sich auf dem zugefrorenen Moritz-See noch am 8. Februar bei einer über 1.800 Meter führenden Generalprobe vergleichsweise leicht gegen Fabrino und Marunas durchgesetzt hatte.

Der Gewinner Fabrino, im Besitz von Charlotte Haselbach und trainiert von Miroslav Weiss, ist ein vom irischen Airlie Stud gezogener Elnadim-Sohn. Der jüngste Sieg markierte zugleich seinen bisherigen Formhöhepunkt, doch hatte der Siebenjährige in der Saison 2011 auch schon das Davidoff 31. Swiss Derby in Frauenfeld gewonnen.

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